Drehgestell Lagerung und Abstützung

  • Hallo Uwe und Michael

    Um den Bericht vom Ingo:

    v8maschine
    6. Juni 2022 um 13:10

    nicht zu kapern habe ich mal eine neuen aufgemacht:

    Zitat Weimibahn:

    Ihr nutzt anscheinend diese Kalottenflanschlager in euren Fahrzeugen.

    Ich selbst bin skeptisch ohne mich näher mit den technischen Daten befasst

    zu haben ob das Lager den Axialdruck auf Dauer aushalten kann.

    Daher kam ich auf die aufwendigere Variante. Habe aber dabei vergessen

    das es sich um leichte Fahrzeuge in 5“ handelt. Mich würde interessieren

    welche Last bei euch aufliegt.

    Ich bin halt ein Skeptiker 😉 aber lasse mich gerne überzeugen.

    Übrigens, habe ich vergessen zu erwähnen das ich nur längs die volle

    Bewegungsfreiheit zulasse und quer die Achse in Gummibuchsen lagere.

    Um eine Seitenstabilität gewährleiste aber trotzdem einen Kreuzschlag

    ausgleichen kann.

    Gruß Michael

    Hallo Michael

    Die Kalottenlager nutze ich deshalb NICHT für meine Loks, weil ich sie für unnötig und für dies Zwecke Überkonstruiert halte. Wie im oben verlinkten Faden, verwende ich kein spezielles Lager, sondern ein einfaches Loch mit 0.5 mm Übermaß als Führung für den Königszapfen. Alles aus normalem ST 37, damit durch das Schweißen keine Härtung des Materials eintritt.

    In meinen ersten Drehgestell Lagerungen habe ich als Zapfen noch verwendet, was in der Schrottkiste lag. Da stand ich dann nach einiger Zeit, natürlich 1000 km von zu Hause weg mit an der Schweißnaht gebrochenen Zapfen da und konnte nicht fahren. Selbst eine Notreparatur ging nicht, weil sich der Rest des harten Materials des abgebrochenen Zapfens nicht ausbohren liess!

    Bei meinen Loks dient der Königszapfen nur als Führung und zur Übertragung der Kräfte bei der Fahrt und beim Transport.

    Die Abstützung der Wagenkastens erfolgt, wie beim Vorbild, über die Sekundärfederung.

    Dabei verwende ich als federnde Elemente Metall/Gummi Puffer, weil die einen zusätzlichen Stoßämpfer ersparen.

    Statt Gleitplatten zur Abstützung der Gummifeder am Wagenkasten verwende ich Kugellager, die sind Wartungsfrei und Reibungsarm.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

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  • Hey Thomas

    Die Idee eine neuer Bericht daraus zu machen, finde

    ich Gut. Wie Du schon sagst: sollte Ingo‘s Thema nicht

    Zerstört werden. Ich allerdings bin da immer ein bisschen

    plump und mir fällt es nicht immer gleich auf.

    Also fast die gleiche Ausführung wie ich sie auch baue.

    Allerdings gönne ich mir verschiedene kleine Abänderungen

    je nach Fahrzeugtyp.

    Im Holz Drehgestell habe ich z.B. eine längere Buchse in

    den Holzträger eingesetzt und den Lagerbolzen mit Spiel

    aber pendelnd aufgehängt. Der Wagenkasten ist rechts und links

    gleitend aufgelegt, aber innerhalb der Spurweite.

    Mit freundlichen Grüßen Michael

  • Salve Ingo, hallo Mechaniker, hallo Elektriker, hallo Modellbauer, hallo Alle.

    In den letzten Wochen habe ich 10 Drehgestelle gebaut. Wobei gebaut… … die Teile sind grösstenteils gelasert. Die Löcher aufgebohrt, Gewinde geschnitten, Schweissnähte hat des Nachbars Junior gemacht. Dani (Burner) hat die Drehmaschine angeworfen und Radscheiben Durchmesser 70mm gedreht. Sensationell.

    Aber seht selber. Alle 10 aufgereiht:

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    Hier ist die Platte drauf, die unter dem Wagen montiert ist. In meinem Fall sind das einfache Wagen für den Personentransport.

    Die Platten liegen auf den beiden Gleitplatten auf. Einerseits Messing, andererseits mache ich einen Versuch mit Kunststoff. Leider konnte ich das Material noch nicht in Erfahrung bringen - die Teile sind aus Isolierlaschen der grossen Eisenbahn.

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    Hier die Frontansicht mit Drehzapfen und GleitplatteBitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Hier der Drehzapfen. Einseitig ein M10, dann der Durchmesser, wo das Drehgestell läuft, dann die SW17 und in der Anschraubplatte ein M12 (M10 täte es glaub auch)

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    Was ich noch vergessen habe: im Moment fahre ich mit Mittelpufferkupplungen ala Bosna-Kupplung. Die Zug- und Stosskräfte gehen über den Wagenkasten. Somit gehen keine grossen / schlagartige Kräfte über den Drehzapfen.

    Gruss vom Steff

    On the rail again.

  • Grüß Dich

    Sieht wie Du sagst sehr einfach aus.

    Mich würde interessieren wenn sie unter dem Wagenkasten sind,

    wie sie sich da bewähren wenn das Gleis auf der Wiese nicht einwandfrei

    liegt und ein Kreuzschlag bewältigt werden muss.

    Vielleicht kannst Du das mal bei Gelegenheit berichten.

    Würde mich interessieren.

    Danke im Voraus.

    Gruß Michael

  • Wir haben für den Personentransport auf einer Mobilen 5“ Anlage, Jakobsdrehgestelle und als Auflage Gleitplatten aus Kunststoff. Die Wagenkasten werden nur darauf aufgelegt. Das bewährt sich seit mehreren Jahren auch bei unebenen Gleisverlauf.

    Hier bin ich Mitglied beide Vereine haben 5 Zoll Rollmaterial:

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  • Hallo,

    Ich habe bei meinen Drehgestellen für die Sitz Wagen die eine Seite mit der Auflagefläche fest verschraubt, aber die andere Seite mit nur einer Schraube befestigt, somit kann diese Seite leicht wippen und Gleisunebenheiten ohne Stabilitätsverlust ausgleichen. Zudem habe ich an der Auflagefläche je 2 Gummipuffer angeschraubt an denen ich am anderen Ende eine bombierte Metallscheibe zur Kontaktfläche mit dem Sitzkasten angeschraubt habe.

    Dieses System hat sich bei mir sehr gut bewährt da es Gleisunebenheiten ausgleicht und der steifigkeit des Sitzkastens zu den Drehgestelle entgegenwirkt.

    Gruß, Marc

  • Hallo Foristi,

    ich kann die Aussagen von Chriesi und Timsch nur betätigen. Am besten ein Drehgestell in Längsrichtung, das andere in Querrichtung mit Spiel zum Pendeln. So eine Art Dreipunktlagerung halt. Als Gleitplatten tun bei mir schon seit 15 Jahren POM-Kunststoffteile ihren Dienst, Abnutzung fast null, auch bei personenbefördernden Wagen. Allerdings sollte man sie verschrauben, das manchmal angepriesene Kleben ist eher was für Kunststoffprofis. POM gibt es manchmal als Abschnitte und Reste in der e-Bucht.

    Und wer gerne eine kleine Federung ohne großen Aufwand einbauen will, kann auch auf millionenfach Bewährtes und am eigenen Körper Geprüftes zurückgreifen: Die Schuhsohle. Abschnitte und Reste gibts beim Schuhmacher deines Vertrauens. Irgendwo als Zwischenlage, wo es nur um Druck-Belastung geht, einbauen. Und dann das nötige Spiel bei den Verschraubungen nicht vergessen......läuft!

    Grüsse von Toni

  • Salü zusammen

    Ich kann leider noch nicht viel zum Thema Kreuzschlag berichten. Bis anhin haben wir die Schienen auf zwei Teerplätzen aufgebaut. Einer war flach, zwar nicht 100% eben, der andere Platz war leicht V-förmlig, da mussten wir ein wenig schiften. In meinem Garten habe ich noch keine Schienen verlegt, bin aber daran. Hoffe, dass ich diesen Sommer die ersten Meter legen kann.

    Werde bei Gelegenheit weiter berichten.

    Gruss vom Steff

    On the rail again.

  • Danke alle zusammen

    Ich merke schon, das Ergebnis ist immer das selbe.

    Trotz leichter Abwandlungen ist eine Pendlfähigkeit bei allen gegeben

    um einen sicheren Lauf zu gewährleisten. Ausschlaggebend dabei ist

    die Kraftlinie so mittig wie möglich an das Drehgestell einzuleiten.

    Alles andere kann zwar ausreichen, ist aber ungünstiger und kann zum

    aufklettern führen was eine Entgleisung zufolge hat.

    Gruß Michael

  • Hallöchen

    Nun kann ich meinen "Senf" auch dazu geben. Die Fahrzeuge stehen nicht bei mir hier und die Baufotos musste ich auch erst raussuchen.

    Ich habe vier verschiedene Drehgestelle am laufen. Drei Eigenbauten nach Vorbild und ein gemietetes..

    Besonderes Augenmerk legte ich auf eine beschränkte Dreipunktauflage auf den Drehgestellen, einer Federung der Achsen und die Möglichkeit des Fallenlassen einer Radscheibe. Durch Achskisten von 30x30mm und den Ausschnitten 30x>35mm ist die Wirksamkeit der Spurkränze immer gewährleistet.

    Beginnen wir mit dem Geborgten.

    Die Achsen sind fest gelagert was aber wegen dem sehr kurzem Radstand funktioniert. In der Mitte eine Auflage auf vier Gummielementen und für den Oberbau die Auflagen außen. Beim anderen Drehgestell sind diese mit ca. 50 mm um den Drehpunkt angeordnet. Dies ist besser als nur den Drehpunkt zu nehmen.

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    Der Eigenbau für den Sitzwagen 904 101 entstand aus 4mm-Blech. Die Achskisten 30x30 in Aussparungen 30x35 mit Blattfedern aus Edelstahlstreifen vorgespannt. Oben ist bündig ein Gummipolster verbaut.

    Hier ist das gebremste Drehgestell mal mit den inneren Auflage zu sehen. Die roten Punkte sind die äußeren Auflagen am anderen Drehgestell. Die Auflage durch Gummipuffer gefedert tut dem Rücken gut.

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    Beim ersten Modell, dem T3 der HSB, entstand der Rahmen aus 5mm-Blech in Bohr/Flex/Feil-Manier. Achskisten wie oben und zusätzlich noch Evolutfedern(halbe Gartenscheerenfedern) welche durch Federspannschrauben eingestellt werden können.

    Im Drehgestell die Wiegefeder laut Vorbild. Der Aufbau laut Skitze ermöglicht ein "schwimmen" des Oberbaus im Drehgestell durch die 200mm-Aussparung. Da die genaue Masse noch nicht zu klären war habe ich mir die Option freigelassen über die vier Druckfedern noch größere drüber zu stülpen. Aber alles war schick, denn seit 15 Jahren gab es aus Gleisfehlern keine Entgleisung oder Durchschlagen der Federung.

    Selbst ein Schienenstück auf eine Wiese gelegt wird sicher befahren, dem Aussehen allerdings der Straßenbahn in Stettin gleichend.

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    Die außen aufgeschraubten Stahlplatten als Verschleißteil sind bei Schmierung bis heute unangegriffen.

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    Und nun zum letztgebauten Drehgestell. Vom EDK 50 der DR. War vor einigen Jahren hier mal als Baubericht eingestellt.

    Das Foto beinhaltet noch keine Bremsanlage und Antrieb.

    Die Bauweise wieder aus 5mm-Blech, die Achskisten und Ausschnitte wie oben und die obere Lage der Achskiste wieder mit Gummi gedämpft. Bei einem Gesamtradstand des Drehgestells von 380 mm ist eine funktionstüchtige Federstrecke mittels Ausgleichhebel unerläßlich. Wegen dem Antrieb auf einer Endachse musste bei dem Drehgestell die Gummibegrenzung der Mittelachse entfernt werden da jegliche Anhebung den Antrieb zum durchdrehen brachte. Durch die kurze Bauweise des Modells habe ich hier auf die Dreipunktauflage verzichtet, aber die Drehzapfen spielfrei ausgeführt. Dadurch neigt sich das Drehgestell etwas aber beim Kippen(grad als Kran) müssen beide Drehgestelle mit angekippt werden. Je 25 kg sollten dies aber verhindern. Auch werden Gleislagefehler nur durch die Blattfedern und dem Achskistenmaß ausgeglichen.

    Ansonsten rollt/fährt das 152kg-Geschoß entgleisungsfrei.

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    Soweit meine Erahrungen zum Drehgestellbau und Dreipunktauflage

    Grüße

    Bahn-Stephan

    Garten- Feld- und Draisinenfahrten, und nun noch 5 Zoll!

  • Hier noch ein paar Bilder der oben genannten Jakobsdrehgestellen. Die Räder sind einzeln mit Kugellager ausgestattet.

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    Hier bin ich Mitglied beide Vereine haben 5 Zoll Rollmaterial:

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