Moin zusammen!
Meine z.Zt. im Bau befindliche V20 erhält zur vorbildlicheren Fahrweise neben einen Marinemotoregler, Der den Motor bei Leistungswegnahme nicht abbremst, eine funktionsfähige Bremse. Wie bei meinem RGS Motor1, Motor #1 der RGS (gallopping Goose) in 5" Beitrag vom 19.2.2020, wird die Bremse über einen kräftigen Servo betätigt. Nach den Ersterfahrungen im RGS Motor 1 seh ich den BMS660DMG Servo von Bluebird mit 146 Ncm (4,8V) Stellkraft in Normalgröße als ausreichend an. Über einen Metallhebel (Alu) kann Er über eine Feder 2,5Kg Zugkraft bei 2A Stromaufnahme aufbringen. Der Servohebel muß gesondert beschafft werden, hat 25Z wie bei Fuataba. Hier der Servo im Lokrahmen:
Über die Feder wirkt Er, je nach Ausschlag auf das Bremsgestänge und Bremswelle. An der Bremswelle hängt auch der Hebel zum Bremszylinder mit Rückstellfeder. Der Bremszylinder dient hier als Anschlag füer die Lösestellung. Hier ein Blick auf das vollständige Bremsgestänge:
Allerdings zieht der Servo beim Halten der Bremsstellung Strom, was ich über längere Zeit nicht ausprobieren möchte. Über das Getriebe hat der Scootermotor MY1016 genug "Schwergang" um ein leichtes Wegrollen zu verhindern. Alternativ, ein Linearmotor mit Ist-Poti am M51660L IC Baustein. Da dieser Baustein nur 7,2V Betriebsspannung ab kann, ist hier eine zusätzliche Leistungselektroik erforderlich.
Wegen der Graugußräder mußte ich mir auch Gedanken über den Bremsverschleiß machen. Da hab ich bei iBäh Bremsbeläge in Meterware gefunden. Hier gibt es Bremssbeläge in Meterware und verschiedenen Stärken; https://www.dnd-parts.de/bremse-getrieb…-als-meterware/. ich habe die 4mm Variante genommen. Der geeignete Kleber dazu; https://dnd-parts.de/Kleber-fuer-Bremsbelag/100321 (leider nur in der Suchfunktion zu finden).
Die Bremsklötze dafür hab ich in 3D gezeichnet und in Alu drucken lassen. Die Bremsbeläge lassen sich mit einer kräftigen Schere schneiden. Lt. Anleitung muß der Kleber auf beide Teile aufgebracht, 24Std abbinden und dann bei 108°C für 20Min zusammengedrückt werden.Hier die ersten Bremskötze im Werkstattofen:
Der Kleber härtet wie Lack aus, so daß sich die Klebeteile frei verschieben lassen. Unter Wärme verschmilzt der Kleber dann und so sieht das Ergebnis aus:
Die überstehenden Belagteile lassen sich abschneiden und spamabhebend bearbeiten.
Hier das erste Endergebnis mit dem Belag in Meterware und übrige Teile:
Nach der Lackierung und ersten einschleifen mit feinen Schmirgel zeigt sich eine Fahrwerkseite so:
Über dem hinteren Rad die Atrappe von Hilfsluftbehälter, Steuerventil und hinter der Leiter das Doppelrückschlagventil der "Druckluftbremse".
Bei der ersten Probefahrt hat die Bremse annehmbare Leistung gezeigt, Die nach weiteren Einlauf noch besser werden kann.
Gruß Gerd