"Billig" Motorregler brauchbar für unser Hobby?

  • Hallo zusammen,

    obwohl ich eigentlich ausgesprochener Dampflokfan bin, will ich mich jetzt nach dem Bau von 2 Dampfloks mal an eine Elektrolok wagen. Als Vorbild liebäugle ich mit einer West-V100.

    Ich habe in den vergangen Tagen schon etliche Beiträge zum Thema Elektrolok hier im Forum gelesen und mir einen gewissen Überblick verschafft, was Motoren und Steuerungen an geht.

    Erschrocken bin ich bei den Preisen, die die einschlägigen Gartenbahnanbieter für die Motorsteuerungen (je nach Leistung zwischen 200 und 300 €) verlangen. Zugegeben, Ich kenne mich im Elektrobreich eigentlich kaum aus, und von daher sind die Preise vielleicht sogar gerechtfertigt……

    Bei weiteren Recherchen bin ich auf günstige E-Scootermotoren (12 V mit 100 Watt). 4 von diesen Motoren möchte ich gerne mit der folgenden Motorsteuerung regeln.


    Link Motoren: https://www.amazon.de/Mirabellini-El…G3HDCJVWZPD5XZB


    Link Motorsteuerung: https://www.amazon.de/gp/product/B07…BTWSGFBQ4MNP7ZN


    Nun meine Frage an die Experten, ob etwas gegen die von mir vorgesehenen Komponenten spricht? Oder ist das ausgeworfenes Geld?

    Ich achte normal beim Hobby nicht so sehr auf die Kosten, aber ich gehe davon aus, dass ich mit der Elektrolok kaum fahren werde…..die soll eher dafür sein, wenn mal Kinder zu Besuch sind und diese auch mal eine Runde fahren möchten. Von daher möchte ich eigentlich nicht Unsummen in die Elektronik investieren.

    Viele Grüße

    Uli

  • Hallo Uli,

    ich habe selber 2 Elektro Loks und die Steuerelektronik dazu gebaut. Nach der Beschreibung auf Amazon ist mein Fazit laß die Finger davon.

    Das einzig gute an den Motoren ist die niedrige Drehzahl alle anderen wichtige elektrischen Angaben fehlen.

    Das "Kettenrad" ist ein Zahnriemenrad da mußt du schon Glück haben die passenden Gegenstücke zu finden.

    Bei einem Matcon mit Getriebe mußt du nur noch den finalen Antrieb festlegen für die Achse.

    Das wird deutlich übersichtlicher. Kollegen haben vom Schrottplatz Kühlerlüftermotoren verwendet mit großem Erfolg. Bei allen KFZ Herstellern haben die

    ähnliche Daten 12 V ca 30 A mit ~ 3000 1/min Lastdrehzahl d.h. bei 80- 90 mm Raddurchmesser kommst du mit einer Stufe Kette hin. Bei einer

    Auslegung max 10 km/h. Und so einen Motor kannst du auch mit einem Modellflugregler betreiben.

    Aber Versuch macht klug.

    Gruß

    Werner

  • Hallo Uli,


    der Regler ist Schrott.

    Da steht fett 100A, aber es steht nicht, wie lange.

    Viele Regler haben einen kurzzeitigen MAximalstrom, einen "Ein-Minuten"-Strom und einen Dauerstrom.

    Kleines Rechenbeispiel nebenbei:

    Meine Maxitrak Jubilee hat zwei Motoren "Speed 900 BB Torque". Normalstromaufnahme etwa 5 A, Blockierstrom 60A. (pro Motor)

    Sind bei zwei Motoren also 120 A, und das jedes Mal beim Anfahren.

    Dieser Controller würde also jedes Mal beim Losfahren überlastet.

    Vergiss das Teil.

    Schau bei 4QD nach.

    Die haben gute Regler mit Fahrtrichtungsumschaltung, diversen Schutzeinrichtungen und (vor allem) einen super Service.

    Mit Steve habe ich schon lange Diskussionen zu Schaltungsvarianten geführt und immer konstruktive Antworten bekommen.

    4QD ist zwar nicht billig, aber der Gegenwert stimmt.

    ICh habe 4QD Controller in Panzerdraisine, Taigatrommel, 216 und ET194 verbaut.

    Viele Grüße

    Holger

    Fueled by coffee, powered by steam.

  • hallo ich melde mich auch mal aus der versenkung

    da ich auch keine lust hatte mehrere hundert euro für steuerungen ausgeben wollte habe ich mich in der robottig umgescheut und bin bei einem modellbauer auf die sabertooth steuerung gestoßen (hier ein link wo ich die bestelle )

    https://www.robotshop.com/en/sabertooth-…tor-driver.html

    die große bietet 60A dauer strom und 120A piek strom pro motor ausgang und ist programier bar

    leicht zu instalieren Batteire drann Motor drann empfänger von einer modellbau funke dran und los geht es

    ich habe dann mit der kosten losen software eine anfahr rampe eingestellt sonst macht der regler exakt das was es machen soll den strom 1:1 an die motoren geben das geht sehr auf die mechanik

    mitlerweile habe ich 6 von den steuerungen verbaut und alle laufen tadellos auch 2 in der 32A versioin wie z.b. in meiner panzer Köf

    p.s. sorry wegen der unzähligen rechtschreib fehler habe eine lese lern und rechtschreib schwäche

  • Hallo Uli

    Ich benutze dieses Teil aus Deutscher Produktion. Max Stromaufnahme ist zwar nur mit 20 A angegeben. Fahre mit einem Scootermotor 12 V, mit ca 300 W, relativ stark Untersetzt. Das Ding wird nicht mal ansatzweise warm. Werde das Produkt wieder kaufen. Umsteuerung habe ich mit einem Selbstgebastelten Kreuzschalter gelöst. Lässt sich extrem fein regulieren und der Motor summt etwa wie bei einer Taurus.


    https://www.conrad.ch/de/p/kemo-m195…-dc-401180.html

    Gruss Dani

    Feldbahnmässiger Regelspurbetrieb mit elektrischen Dieseldampflokomotiven

  • Hallo in die Runde,

    ich gestatte mir eine Frage zum Thema:

    Dauerstrom und Spitzenstrom für eine bestimmte (kurze) Zeit sind durch die Wärmeentwicklung im entsprechenden Bauteil (Leistungs-FET oder IGBT) begrenzt und u.a. von der Kühlung abhängig (je nach Einbau). Bei den heutzutage gebräuchlichen Schaltreglern (Pulsdauermodulation) ist der effektive Strom durch den Motor gleich Mittelwert zwischen Pulsstrom und 0 im Verhältnis von Pulsdauer zu Taktlänge (aus 100 A während des Pulses wird bei Taktverhältnis 1:4 ein Ief von 25 A).

    Während des Anlaufens des Motors sinkt der Strom vom Anlaufwert (bei Drehzahl = 0, gleich volle Versorgungsspannung /da IGBT offen/ geteilt durch Ankerwiderstand) mit steigender Drehzahl (durch die steigende induzierte Spannung) nach und nach auf einen der Last, d.h. dem für die Zugkraft notwendigen Drehmoment entsprechenden Wert, z.B. 5 A in der Ebene. In Steigungen braucht man natürlich mehr, d.h. die Wahl des Motors richtet sich nach der zu erwartenden Maximallast, der die Nenn-/Grenzwerte des Motors entsprechen sollten (Drehzahl -> Getriebeverhältnis für die gewünschte Geschwindigkeit, Strom -> Drehmoment für die notwendige Zugkraft); da die Motoren für eine Zeit lang eine gewisse Überlastung verkraften, kann man in einer kurzen steilen Steigung auch über den Nenn-Arbeitspunkt hinausgehen. Aus der maximalen Zugkraft (plus Reserve) resultiert dann das notwendige Lokgewicht.

    In umgekehrter logischer Reihenfolge (vom Lokgewicht ausgehend) beginnen die Räder über einem bestimmten Drehmoment des Motors zu schleudern, d.h. es hat keinen Sinn, selbst beim Anfahren mehr als z.B. 25 A in den Motor reinzupulvern. Wenn die Lok jedoch diese Zugkraft im Nenn-Arbeitspunkt des Motors entwickeln soll (um mit Drehzahl >0 die Steigung hinaufzukommen), nimmt der Motor beim Anfahren (Drehzahl =0) ein Vielfaches des Nennstroms auf, nämlich den Anlaufstrom, z.B. 200 A. Und genau dieser Strom fließt bei jedem Öffnen des IGBTs - während jedes Pulses - durch den Anker, auch wenn bei "sachtem Anfahren" der effektive Strom vom Regler mittels Taktverhältnis 1:8 auf Ief = 25 A heruntergeregelt wird (damit die Räder nicht durchdrehen).

    Meine Frage nun: Muss ich den Regler auf den Anlaufstrom des Motors dimensionieren, d.h. bei meinem Beispiel 200 A, auch wenn effektiv nie mehr als 25 A fließen? Der Einsatz eines jeden aktiven elektronischen Bauteils (Transistor, FET, IGBT usw.) ist neben der Wärmeentwicklung auch durch einen Höchststrom begrenzt, der durchaus höher liegen kann als z.B. die "100 A für 30 Sekunden". Dieser Wert wird jedoch kaum genannt (nur von 4QD, soweit ich gefunden habe), genauso der Anlaufstrom (oder Ankerwiderstand) von Motoren. Wie soll man nun - verflixt noch mal - seinen Regler wählen?

    Mit gerunzelter Stirn...

    Kristian

  • Hallo miteinander,

    meine Parkbahn Kollegen und ich haben in den letzten Jahren viele Elektroloks gebaut und zwar immer mit den billigsten Motoren und Steuerungen welche man auf ebay kaufen kann. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die Steuerungen, auch wenn viele hier sagen "Finger weg" voll für unserer Zwecke reichen. Wir haben damit schon Lokomotiven für die Personenbeförderung ausgestattet und die Steuerungen halten seit Jahren so einiges ohne Probleme aus. Man muss nicht immer die teuren Profiteile aus dem Gartenbahnbau nehmen.

    Folgende Motoren nuten wir:

    https://www.ebay.de/itm/Elektro-Mo…872.m2749.l2649

    Folgende Steuerung nutzen wir:

    https://www.ebay.de/itm/DC10-55V-P…872.m2749.l2649

    Ich wünsche frohes Basteln...

    Alex

  • Moin zusammen,

    ich bedanke mich jetzt schon mal bei allen für die tollen Beiträge. Die helfen mir auf jeden Fall schon mal weiter, da ich hier für mich komplettes Neuland betrete.

    Zitat von Werner:

    „Das "Kettenrad" ist ein Zahnriemenrad da mußt du schon Glück haben die passenden Gegenstücke zu finden“

    Danke für den Hinweis, aber das war mir schon klar. Das Zahnriemenrad würde natürlich gegen ein entsprechendes Zahnrad ausgetauscht.

    Zitat von baumeisterd:

    habe ich mich in der robottig umgescheut und bin bei einem modellbauer auf die sabertooth

    Danke für den Hinweis. Ein Schnäppchen ist die von dir vorgeschlagene Steuerung aber auch nicht mehr unbedingt.

    Zitat von burner:

    Ich benutze dieses Teil aus Deutscher Produktion. Max Stromaufnahme ist zwar nur mit 20 A angegeben.

    Danke für den Vorschlag der günstigen Alternative. Leider ist diese Steuerung für mich etwas schwach. Meine bisherige Planung sieht vor, 4 Motoren (12 v 100w,) zu verbauen.

    Zitat Scrat:

    Sind bei zwei Motoren also 120 A, und dass jedes Mal beim Anfahren.

    Dieser Controller würde also jedes Mal beim Losfahren überlastet.

    Zitat Echtdampf Anfänger:

    Meine Frage nun: Muss ich den Regler auf den Anlaufstrom des Motors dimensionieren, d.h. bei meinem Beispiel 200 A, auch wenn effektiv nie mehr als 25 A fließen? Der Einsatz eines jeden aktiven elektronischen Bauteils (Transistor, FET, IGBT usw.) ist neben der Wärmeentwicklung auch durch einen Höchststrom begrenzt, der durchaus höher liegen kann als z.B. die "100 A für 30 Sekunden". Dieser Wert wird jedoch kaum genannt (nur von 4QD, soweit ich gefunden habe), genauso der Anlaufstrom (oder Ankerwiderstand) von Motoren. Wie soll man nun - verflixt noch mal - seinen Regler wählen?

    Danke ihr beiden! Hier sind wir bei einer für mich interessanten Stelle angelangt. Der letzte Satz von Echtdampf Anfänger bringt es eigentlich auf den Punkt. Wie soll man den nun seinen Regler wählen?

    Vielleicht kann die Diskussion an diesem Punkt ja noch weiter fortgeführt werden.


    Zitat von Beck:

    Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die Steuerungen, auch wenn viele hier sagen "Finger weg" voll für unserer Zwecke reichen

    Hallo Beck, dein Beitrag macht mir dann doch Mut, es mit den Billigprodukten zu wagen….nach den ersten Beiträgen hatte ich die Lowcostvariante eingentlich schon abgeschrieben. Wenns dann wirklich nicht klappt, kann man ja immer noch eine andere Steuerung / Motor einbauen…so groß ist der Verlust dann ja auch nicht.

    Viele Grüße Uli



  • Hallo Alex,

    mit diesen Teilen würde ich auch konstruieren ,auch wenn der Regler nicht gut beschrieben ist was die Leistungsdaten betrifft.

    Es ist aber alles dran was man braucht. Und nur so nebenbei auch bei Profisteuerungen gibt es Phantasiewerte für den Maximalstrom.

    Wenn hier die Werte halbwegs korrekt angegeben sind passt das in Verbindung mit dem Motor.

    Hallo Kristian,

    bei deinen Überlegungen hast du nicht berücksichtigt das der Motor eine Induktivität hat, denn nur dadurch ergibt sich eine geglättete

    Spannung.

    Simples Beispiel ein und aus schalten einer Glühlampe 0,25 sec ein 0,25 sec aus. Bei der Glühlampe ergibt sich ein mittleres glühen.

    Bei einer Led ein blinken. Ähnlich verhält es sich bei einem Motor bei zu niedriger Taktfrequenz des Reglers oder völlig falscher Übersetzung(zu direkt ,zu schnell).

    Die Frequenz in Verbindung mit der Induktivität gättet den Strom und ergibt damit eine Regelbarkeit von 0 bis max.

    Ergänzung

    Eine goldene Regel :

    * Motor an Betriebspannung anschließen und Leerlaufdrehzahl messen.

    * max Fahrgeschwindigkeit festlegen z.B 10 km/h

    * 80% der Leerlaufdrehzahl =Lastdrehzahl

    * aus Radumfang und 10 km/h = 2,7777 m/sec Umdrehung/sec ausrechnen . *60 im 1/min

    * jetzt die Gesamtübersetzung ausrechnen eventuell aufteilen in Zahnrad und Kettenübersetzung.

    Ergibt eine Lok die genug Kraft hat bei 6 km/h und in der Ebene nie schneller als 10 km/h fahren kann.

    Mit dieser Auslegung ist man im optimalen Wirkungsgrad des Motors!:)

    Gruß

    Werner

    Einmal editiert, zuletzt von werner (12. September 2019 um 08:54) aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Hallo zusammen,

    ich habe bereits mehrere Motoren, Steuerungen und weitere Komponenten aus E-Scootern vom Schrott verbaut. Und vor, das auch weiterhin zu tun.

    Die Scooter werden meistens entsorgt, wenn die Accus den Geist aufgegeben haben. Evtl. lassen sich auch billige Scooter in der großen Bucht ersteigern.

    Mit den Angaben vom Typenschild des Motors habe ich in den unendlichen Weiten des Internet noch zu jedem die technischen Daten erhalten können.

    Und m.E. müssten sich auch mehrere Steuerungen gemeinsam/parallel betreiben lassen. Das habe ich allerdings noch nicht probiert.

    Viele Grüße

    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Hallo nochmal,

    das wird ja immer interessanter... ;)

    werner: Die Auswirkung der Induktivität hatte ich tatsächlich nicht "auf dem Bildschirm", vielen Dank! Ich habe zwar keine große Vorstellung, inwieweit sie den Strom nun glättet, aber man kann wohl davon ausgehen, dass die Stromspitzen bei den üblichen 20 - 24 kHz Taktfequenz nicht wesentlich über Ief liegen, bzw. die Hersteller ihre Regler schon mit Hinblick auf die üblichen Induktivitätswerte konstruieren. So gibt z.B. 4QD für die gerne verbaute DNO10 folgende Stromwerte an: max 100, 1 Minute 75, Dauerstrom 60. Damit müsste man z.B. 2 Motoren je 25 A Ief sicher füttern können, oder? Allerdings ist dann wohl zu beachten, dass man wirklich nicht über die 25 oder 30 A je Motor hinausgeht, d.h. den Regler nicht darüber hinaus ansteuert, bzw. die Lok so leicht ist, dass sie bei mehr anfängt zu schleudern. Leider scheint keiner der angebotenen Regler ein einstellbare Strombegrenzung zu haben, mit der man das Schleudern der Lok von vornherein eliminieren könnte.

    Es wäre interssant zu erfahren, wie sich das nun wirklich verhält, z.B. indem man sich mittels Oszilloskop den tatsächlichen Stromverlauf ansieht (am besten unter Last). ;)

    @Winfried: Man kann nie einen Verbraucher aus zwei parallel geschalteten Stromquellen versorgen, ob nun Akku, ordinärer Gleichrichter oder Schaltregler!!! Infolge von nie zu vermeidenden Bautoleranzen der verbauten Elemente können immer Differenzen auftreten, die zu Ausgleichsströmen und Zerstörung der Stromquellen führen können (es sei denn, die Teile sind speziell gepaart oder für solchen Betrieb konstruiert).

    Dank und Gruß

    Kristian

  • Hallo Uli

    Ich würde sogar mit 4 Motoren à 100 W fahren und die gleiche Elektronik verwenden, ich behaupte mal, das geht. Natürlich nur Untersetzt wegen des zu hohen Anlaufstromes.

    Wenn es nicht geht, putzt es Dir höchstens die (billige) Elektronik. Ausgelegt ist die Kemo ja bis 28 Volt.

    Gruss Dani

    Feldbahnmässiger Regelspurbetrieb mit elektrischen Dieseldampflokomotiven

  • Hallo Kristian,

    da hast Du mich falsch verstanden:

    ein Akku (bzw. zwei in Reihe für 24V) und vier Steuerungen mit jeweils einem Motor. Und die vier Steuerungen gemeinsam ansteuern. Natürlich ergeben sich da gewisse Differenzen bei der Drehzahl der Motoren, aber die hast du z.B. beim Vorspannfahren auch.

    Oder vier Motoren und eine ausreichend dimensionierter Steuerung. Aber dann klappt das mit der Scooter-Steuerung nicht mehr...

    Viele Grüße

    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Hallo

    Die einfachen Scootermotore und die dazu passenden Steuerungen funktionieren prima, solange sie nicht zuviel ziehen müssen.

    4QD wird dann notwendig, wenn mehr als nur ein paar Kinder gefahren werden.

    Bei steigender Last wird es notwendig mal mit dem Rechnen anzufangen. Dafür gibt es Hilfen:

    https://www.4qd.co.uk/motor_current_calculator/

    Bei dieser Rechnung fällt auf, das die Motorleistung der verbauten Motore nicht vom aufgedruckten Wert, sondern nur von der Last abhängt. Das bedeutet, das kleine Motore tapfer alles machen, was wir von ihnen verlangen, bis der Kupferdraht geschmolzen ist. Spätestens dann ist auch die billige Steuerung hin.

    Das gemeine ist, das sich ein Elektromotor mit einer durchgebrannten Wicklung noch dreht, wenn Spannung angelegt wird. Er frisst aber die Transistoren der Steuerung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas

  • Hallo zusammen,

    da nun nach etwa 3 Jahren meine Diesellok fertig ist, will ich das damals von mir eröffnete Thema „Billigregler“ nochmal aufgreifen und meine Erfahrungen hierzu mitteilen.

    Versuche habe ich mit zwei unterschiedlichen Reglern vom Chinamann, welche zwischen 10 und 20€ gekostet haben, gemacht. Die beiden verwendeten Teile sollen laut Datenblatt 60A Dauerstrom und kurzzeitig sogar bis 100A bei 12 V liefern können. Wenn die Angaben korrekt sind, dann sind die Regler für die 4 in meiner Lok verbauten Elektromotoren ausreichend / überdimensioniert.

    Eine Testfahrt mit dem auf dem ersten Bild dargestellten Regler war nach etwa 3km Fahrt im Dauerbetrieb, bei relativ geringen Anhängelasten zu Ende. Irgendein Bauteil auf der Platine ist dabei abgeraucht…zuvor war schon eine recht starke Erwärmung des Reglers wahrzunehmen.


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    Eine weitere Testfahrt mit dem auf dem folgenden Bild dargestellten Regler, der sich von dem anderen zuvor getesteten, augenscheinlich durch einen zusätzlich verbauten Lüfter unterscheidet, war schon nach knapp einem Kilometer zu Ende. Wieder hat ein Bauteil auf der Platine versagt.


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    Nach diesen zwei Fehlversuchen habe ich die Versuche mit den Billigreglern aufgegeben und die DNO10 von 4QD verbaut, welche seither ohne jegliche Probleme tadellos funktioniert.

    Daher mein persönliches Fazit: Billigregler sind für unser Hobby nicht brauchbar!


    Anbei noch zwei Bilder der fertigen V100.

    Wer sich für einen Baubericht der Lok interessiert, findet diesen auf meiner Facebookseite

    Bei Facebook anmelden

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    Viele Grüße

    Uli


  • Hallo Uli,

    ich bin ganz bewusst nicht bei Facebook angemeldet und kann leider deine Aktivitäten daher nicht mehr verfolgen. Leider hast du ja auch deine Homepage abgeschaltet.

    Könntest du einen Baubericht deiner V100 hier veröffentlichen?

    Gruß

    Rainer

  • Hallo Rainer,

    ich kann die Bilder auf dem facebook-Link alle anschauen, obwohl ich ein eingefleischter Nicht-Facebooker bin. Versuchs mal!

    Uli: Vom Feinsten, was du da gebaut hast, und wie du es dokumentiert hast. Nur das Bild mit den beiden Mett-Semmeln war fies, jetzt muss ich dringend zum Metzger meines Vertrauens.

    Grüsse von Toni

  • Ich teste gerade in meiner Köf(12 Volt Akkuschrauber-Antrieb) diesen

    10-50V 100A 3000W Reversible DC-Motordrehzahlregler PWM Motor Speed Controller


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    Der Weg ist das Ziel ;)

  • Hallo Uli,

    ich bin ganz bewusst nicht bei Facebook angemeldet und kann leider deine Aktivitäten daher nicht mehr verfolgen. Leider hast du ja auch deine Homepage abgeschaltet.

    Könntest du einen Baubericht deiner V100 hier veröffentlichen?

    Gruß

    Rainer

    Hallo Rainer,

    freut mich, dass Interesse am Baubericht meiner V100 besteht!

    Ich habe gerade den oben genannten Link auch einmal ohne Anmeldung bei Facebook getestet. Ähnlich wie Toni kann ich mir alles ohne Probleme anschauen. Als Browser habe ich Chrome und Firefox genutzt.

    Mein Facebook-Baubericht besteht aus mehreren 100 Bildern. Diesen Bericht hier im Forum noch einmal parallel einzustellen möchte ich eigentlich vermeiden, da das doch enorm viel Zeit in Anspruch nehmen würde.

    Die einfachste Lösung ist wahrscheinlich, wenn man sich einen Fantasi-Account bei FB anlegt. Das dauert nur ein paar Sekunden und wirklich viel gibt man dabei nicht von sich preis.

    Ansonsten kann ich es durchaus verstehen, dass FB nicht jedermanns Sache ist. Meine Webseite „Dampfbahn Altenbeken“ habe ich damals mit Inkrafttreten der DSGVO aufgegeben. An Stelle der eigenen Webseite ist nun FB getreten. Ist für mich halt kostenlos und ganz vor allem unkomplizierter als ein privater Webauftritt.

    Viele Grüße

    Uli