drehen die beiden Motoren natürlich nicht mit der selben Drehzahl das könne ein Problem werden
Hallo Jungs,
das ist eigentlich kein Problem, die Motoren drehen einfach, was die Fahrgeschwindigkeit zulässt (dabei wirken sich ja auch die ggf. unterschiedlichen Untersetzungen und Raddurchmesser aus), und das unabhängig von ihren Nenndrehzahlen. Die unterschiedlichen Nenndrehzahlen und Drehzahl-Moment-Charakteristiken machen sich jedoch darin bemerkbar, dass die Motoren unterschiedlich starke Ströme durchlassen (bedingt durch die unterschiedliche Auslegung und induzierte Gegenspannung) und dementsprechend verschieden stark ziehen (Drehmoment ist proportional zum Strom) - das ist im Prinzip auch kein Problem. Gefährlich kann´s werden, wenn einer der Motoren mit sehr niedriger Drehzahl (tief unter seiner Nenndrehzahl), d.h. mit starkem Strom läuft, bei dem seine Leistungsaufnahme = Strom x anliegende Spannung (eventuell weit) über dem Nennwert liegt, für den die thermische Ableitung der Verlustleistung (die am Wicklungswiderstand entsteht) ausgelegt ist - läuft der Motor längere Zeit in diesem Arbeitsbereich, kann er verbrennen.
Also: Erreichen beide Motoren bei einer bestimmten Geschwindigkeit des Lokpaares ungefähr ihre jeweilige Nenndrehzahl (kann man über Raddurchmesser und Untersetzung ausrechnen), ist alles OK. Liegt einer wesentlich unter der seinen, wird er stärker belastet (frisst mehr Strom) und ist gefährdet.
Übrigens: Viele fahren unwissentlich in einem potenziell gefährlichen Drehzahl- bzw. Strombereich, nur weil sie für die notwendige Untersetzung zu wenig Platz für die entsprechenden Kettenräder haben ("kann ja langsamer fahren"). Kriecht man dann langsam eine lange Steigung hinauf, kann´s brenzlich werden.
Schöne Grüße
Kristian