fliegendes Standseilbahngleis in <=10,25"

  • Moin Willy, das Prinzip ist bei der Wikipedia sehr schön zu sehen, der eine Wagen hat die Doppelspurkränze links, der andere rechts. Der eine Wagen wird also,

    solange die Schienen und die Spurkränze nicht defekt sind, immer nur links fahren, der andre immer nur rechts. Die Weiche ist also keine Weiche im klassischen Sinne, sondern eigentlich nur eine Verschwenkung des festen durchgehenden Gleises soweit, dass die Wagen genau in der Mitte der Wegstrecke aneinander vorbei kommen, und zwar der linke talwärts wie bergwärts immer links und der rechte eben rechts.

    Die Unterbrechung des Innengleises erfolgt nur, um das unten laufende Seil des talwärts fahrenden Wagens durchzulassen. Beste Grüße Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

  • Servus Hjalmar!

    Ich habe das vom Anfang an auch so verstanden.

    Es geht jetzt eigentlich nur darum (wie Joschi geschrieben hat) ob auf beide Achsen je Wagen ein Doppelradkranzrad

    montiert werden muß oder nur an einer Achse.

    Viele Grüße
    Willy

  • gut also hab ich mich wirklich bloß leicht irre machen lassen, weil die wiki-Graphik kannte ich ja auch schon länger. dennoch, auf dem Streckenabschnitt von der Bergstation talwärts könnte ich also bis zur Ausweiche auch normale Wagen anhängen, wenn ich die halt mit Auflegedrehscheibe zur Seite auf eine horizontale fliegende Abzweigstrecke kriegen wollen sollte oder sowas in der Art

  • Guten Abend Willy

    Also, Du hast es schon richtig erkannt. Das Doppelspurkranzrad ist immer auf der Außenseite

    und die Walzenräder, wie Du sie nennst auf der Innenseite. Allerdings auf allen Achsen.

    Wagen mit „normalen Spurkranzräder“ können auf diesen Bahnen nicht fahren.

    Beim Mehrzug Betrieb haben die zum Beispiel Talwärts fahrenden Wagen das Doppelspurkranzrad

    alle auf der einen Seite z.B. rechts und das Entgegenkommende Fahrzeug die Räder auf

    der anderen Seite links (natürlich alles aus der gleichen Perspektive). In der Ausweiche

    wo die Züge sich begegnen sollen wird die jeweilige äußere Schiene nach außen geführt

    und die Doppelspurkranzräder mit. Die inneren Schienen „teilen“ sich auf denen die Walzen

    laufen. In der Außweiche war der Schienenstrang 4fach und auf der freien Strecke 2fach.

    Die Stränge in der Ausweiche müssen so angeordnet sein das sich die Fahrzeuge mit

    ausreichend Abstand begegnen konnten.

    Mit freundlichen Grüßen Michael

  • Männers,

    auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Besucht die Oberweisbacher Bergbahn und schaut Euch alle in Ruhe an. Es ist nicht nur die Seilbahn, auf der Flachstrecke wird eine Drehscheibe planmäßig von Zügen befahren. Das hat man auch nicht alle Tage! Ein verlängertes Wochenende reicht kaum aus, um alle Details in sich aufzusaugen.

    Viele Grüße

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • Männers,

    auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Besucht die Oberweisbacher Bergbahn und schaut Euch alle in Ruhe an. Es ist nicht nur die Seilbahn, auf der Flachstrecke wird eine Drehscheibe planmäßig von Zügen befahren. Das hat man auch nicht alle Tage! Ein verlängertes Wochenende reicht kaum aus, um alle Details in sich aufzusaugen.

    Viele Grüße

    Joschi

    Genau, ansehen lohnt sich. Ich war beeindruckt auch vom Rest der Anlage.

  • Servus Michael!


    Ja die Abtschen Weichen wurden ja in der Schweiz hauptsächlich für die Zahnradbahn (Standseilbahn)

    entwickelt. Glaube aber in Österreich gibt es einige Bremsbergstrecken (Waldbahnen) die solche Abtsche Weichen nicht haben.

    Auch bin ich mir nicht sicher, ob da auch Räder mit doppelten Spurkränzen verwendet wurden.

    Im Prinzip geht es ja mit normalen Weichen auch. Wie ich schon geschrieben habe mit "aufschneiden" funktioniert das ja auch.

    Dadurch sind auch die Weichen automatisch vorgestellt um einen Wechselbetrieb ohne Probleme zu garantieren.

    Aber wie gesagt, ich muß da nicht recht haben, werde da aber noch in meinen Büchern nachlesen.

    Kann auch sein, daß das nur bei dreigleisigen Strecken angewendet wurde.

    Walzenrad steht auch bei der "Funktionsbeschreibung" Beitrag von Hjalmar.

    Viele Grüße
    Willy

  • Im Prinzip geht es ja mit normalen Weichen auch. Wie ich schon geschrieben habe mit "aufschneiden" funktioniert das ja auch.

    Willy,

    bei den von Dir beschriebenen Bahnen gehe ich davon aus, dass man Rückfallweichen verwendet hat. Bei der Masse der Fahrzeuge ist das die bessere Lösung, einfach weil man da freizügiger durchtauschen kann. Und Rückfallweichen sind kein Hexenwerk. Weimi hat sie auf seiner Anlage und die große Bahn bedient sich ebenfalls ihrer.

    Viele Grüße

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • Hier nochmal eine Skizze von wie ich mir das nun vorstelle mit dem Ding aus dem Beitragstitel.

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    Das soll eine Holzschwelle mit Stockschrauben und Loch für Erdnagel sein. Die Schienen sind unten so angebohrt, daß sie auf den Stockschrauben als Zapfen einrasten. Ein Spalt von ein bis zwei mm ist okay, falls der Hangneigungswinkel aufeinanderfolgender Joche verschieden ist. Das erste Paar Schienen, das auf einer Schwelle einrastet, kann innen im Rohr mit Muttern gegen aushebeln gesichert werden, das zweite nicht. Könnte aber z.B. noch ein kurzes 15mm Vierkantrohr einschieben als Steckverbinder. Eine Gewindestange hält die Seilrollen und die Spurweite fest. Über die andere Gewindestange ist ein Rohr geschoben.

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    Zum Thema Bohrnachhilfe habe ich das hier gefunden https://richtig-bohren.net/edelstahl-bohren und gesehen, daß ich eigentlich gar nicht allzuviel falsch gemacht habe, außer die Drehzahl vom Säulenbohrer muß ich mal noch prüfen und mit dem jedes Mal fest einspannen hab ich es auch nicht so strikt gehandhabt wie dort empfohlen.

    Da ich nicht schweißen kann und keinen metallverarbeitenden Beruf gelernt habe und die Werkstatt vorher hauptsächlich auf Holz und Alubearbeitung ausgelegt war, dachte ich, daß ich mit Bohren und Sägen besser fahren würde, als wenn ich erstmal mit schweißen Lernen anfange. Außerdem sehe ich den Vorteil im geringeren Packmaß der demontierten Anlage, wenn nicht alles miteinander verschweißt sondern nur verschraubt ist. Kann mir gut vorstellen, daß der Arbeitsaufwand mit schweißen insgesamt weniger wäre. Aber eine variabelspurbreite Variante kann ich mir mit schweißen grad nicht vorstellen.

    Na dann, gehe ich mal noch ein paar Bohrerbits kaputt bohren …

  • Mein Senf zum Thema Standseilbahn ...

    Das mit der verstellbaren Spurbreite kannst du dir sparen, viel arbeit für nix, denn es gilt, je breiter, je stabiler, je besser !
    Bei einer Gleisjoch länge von 2m, solltet du auf jeden Fall in der Mitte noch min. eine Schwelle einsetzen, besser alle 33cm.
    Die Schwellen kannst man auch mit einem L Winkel von aussen an die Profile schrauben.
    Ein längerer L Winkel kann gleichzeitig auch als Schienverbinder genutzt werden.
    Das System mit den Zapfen und der Verschraubung musst da aber in jedem Fall bei den EndSchwellen bei behalten, da diese ja im Boden verankert werden sollen.
    Ein lose auf der Gewindestange liegendes Stück Alurohr, kann als Seilrolle genutzt werden.
    Die Gewindestange in dem Bereich mit Schleifpapier entschärfen und dick einfetten.
    Ein Rohr aus Alu verhindert, dass das Zugseil oder die Gewindestange abgenutzt werden.

    Eine richtige Seilrolle, mit Kugellager, ist nur dort notwendig, wo ein grösserer Gefällswechsel eine stärkere Abstützung des Zugseiles erfordert.
    An dieser Stelle muss das Gleis dann auch ausreichend im Boden verankert werden, da hier grössere Kräfte übertragen werden.

    Personen sollten auf so einer Seilbahn niemals transportiert werden !
    Es fehlen sämtliche Sicherheitseinrichtungen, um das abrauschen eines Wagens zu verhindern !
    (Seilriss, Seilabriss, Seilwinden(getriebe)schaden usw.)

    Bei den Waldbahnen in der US, hat man die normalen Güterwagen, und auch die Waldbahn-Dampfloks, über "Bremsbergstrecken" transportiert.
    Dabei wurde unterhalb der Ausweiche ein Gleis verlegt, mit einer "normalen" Weiche die durch den talwärz fahrenden Wagen, durch aufschneiden, umgestellt wurde. Oberhalb der Ausweiche wurde ein 3 Schienen Gleis verlegt, wobei die mittlere Schiene links und rechts befahren wurde. So musste auch das Zugseil nicht überfahren werden.

    Auf kürzeren Steilrampen wurde einfach nur ein Gleis mit einer Dampfseilwinde benutzt.

  • Servus Daniel!

    Nicht nur in Amerika sondern auch in Österreich wurden drei Schienen Gleise bei den Bremsbergen verwendet.

    (oft aber auch zweigleisig)

    Man braucht nämlich an beiden Seiten keine Weiche sondern fährt jeweils an der Innenseite der mittleren

    Schiene durch die Ausweiche. Die mittlere Schiene wurde einfach gegabelt.

    Ja die Sicherheitseinrichtungen sind da einfach. Bei einigen Waldbahnen wurde eine

    U-förmige Stange am talseitigen Ende des Wagen bei der Bergfahrt eingehängt.

    Damit konnte ein Rückrollen des Wagens bei Defekten verhindert werden.

    Ein sogenannter Gleissperrbaum (oft mehrere) wurden quer über die Gleise angebracht um

    ungewollt abrollende Wagen zu stoppen. Personenverkehr war grundsätzlich verboten.

    Meist fuhr ein Arbeiter aber am talseitig fahrende Wagen mit um den Ablauf des Seile zu kontrollieren.

    Bei der ausweiche ist er dann umgestiegen und wieder bergwärts mitgefahren.
    https://www.google.com/search?q=Die+W…chrome&ie=UTF-8

    Viele Grüße
    Willy

    3 Mal editiert, zuletzt von Willy (23. Februar 2023 um 18:11)

  • Personen sollten auf so einer Seilbahn niemals transportiert werden !
    Es fehlen sämtliche Sicherheitseinrichtungen, um das abrauschen eines Wagens zu verhindern !
    (Seilriss, Seilabriss, Seilwinden(getriebe)schaden usw.)

    völlig klar, daß das so simpel nix wird, vermutlich braucht es dann einen TüV und sonstige Genehmigungen vom Rathaus/Bergamt/Transportministerium/etc., da kenne ich mich noch gar nicht aus damit, und meine Aussage zu dem Personenwagen war ja auch im Konjunktiv und in eine ferne Zukunft projiziert und alles andere als akut.

    L-Winkel dranschrauben probiere ich mal für die Mittelschwellen, danke für den Tipp.

    Mir ist beim auflegen in der ebenen Fläche auf ein paar Endschwellen noch aufgefallen, daß das mit nur einem mittleren Loch für Erdnagel wahrscheinlich nicht stabil genug wird, sonst rotieren alle Schwellen gleichzeitig um ihre Mittelpunkte als Gelenk und die Schienen klappen zusammen zur Mitte. Fest angeschraubte und breit genugge L-Winkel an Mittelschwellen können das aber wahrscheinlich verhindern.

  • Hallo Patzer,

    warum das Rad neu erfinden? Ich habe schon zahlreiche derartige Materialbahnen gesehen. Meistens zu Häusern/Wochenendhäusern, die oben am Hang liegen und nur über mehr oder weniger lange Treppen ereichbar sind. Meistens ein einfaches Gleis mit einem ebensolchen Wägelchen und oben eine Seilwinde.

    Eine interessante Ausführung eines Bremsberges habe ich vor Jahren am Rhein entdeckt, dürfte heute aber nicht mehr existieren. Zum Glück hatte ich meinen Foto dabei....

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    Nicht auf den Bildern zu sehen, aber trotzdem interessant: als unterer Anschlag für alle Fälle war ein alter Korbpuffer angebracht.

    Viele Grüße, Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • warum das Rad neu erfinden? Ich habe schon zahlreiche derartige Materialbahnen gesehen. Meistens zu Häusern/Wochenendhäusern, die oben am Hang liegen und nur über mehr oder weniger lange Treppen ereichbar sind. Meistens ein einfaches Gleis mit einem ebensolchen Wägelchen und oben eine Seilwinde.

    Ja ganz genau, nicht das Rad neu erfinden, darum will ich günstigstfindbare Standardteile verwenden, wie die Spurkranzräder von Räder-Wendt. Von solchen Materialbahnen hab ich noch nicht so viele in echt gesehen (kann ich an einer Hand abzählen) und keine einzige je Live und in Farbe in Aktion erlebt. Mal von Internet/Youtube abgesehen. Dann ein bissel Zeit in Herstellerrecherchen gesteckt und festgestellt, daß sowas vom Fachmensch machen zu lassen bei mir mindestens fünfstellig kostet. Schräglift, Vertikalaufzug, oder wie die Dinger heißen. Schätzungsweise lande ich bei Eigenbau der ersten Ausbaustufe kostentechnisch bei der Dreitausendermarke, d.h. einfaches Gleis, einfache Lore*, einfache Seilwinde. Spätere Ausbauoptionen sind dann wie gesagt endlos, wie die Ausweiche für einen Zweitwagen, Elektrifizierung der Seilwinde, Wasserspeicher an Berg- und Talstation für Wasserballast und Pumpe (wenn Sonnenstrom) von unten zurück nach oben, horizontale Abzweigstrecken, Hebebühne, Brücke übern Teich, Tunnel, eine Auflege-ich-Dreh-durch-Scheibe, und beliebig viel mehr …

    * : hab mein erstes rudimentäres Schienenfahrzeug zusammengeschraubt** und bin vier Meter horizontale Teststrecke stehend drauf hin und her gerollt – bombastisches Erfolgsgefühl, auch wenn es Babyschritte sein mögen verglichen mit manch altem Forumshasen. Auf der ersten locker zusammengesteckten 20m talwärts Teststrecke hab ich das Ding an die Leine genommen und vorsichtig runterrollen lassen, dabei ist es zweimal entgleist, merkte: es braucht tatsächlich Fixierung gegen aushebeln und die Muttern krieg ich da nicht so reingefummelt, wie ich mir das vorgestellt hatte, drum wird es wohl die Variante mit eingeschobenen 15mm Vierkantohrstückchen werden.

    ** : weil ich dafür keine vernünftige Zeichnung gemacht hab sondern grob geschätzt, waren die georderten Achsen ein wenig zu kurz für Spur 10, drum ist mein extremst einfaches Versuchswägelchen Nr. 1 in Spur 7 und die Schwellen habe ich entsprechend für Spur 7 und Spur 10 benoppt/bezapft/verstockschraubt, und mit dem umstecken klappte das im Versuch fand ich ganz passabel, abgesehen von daß es unschraubbar war.

  • Einfach machen das wird schon und nur weil es Leute gibt die schon 30 Jahre Vorsprung haben muss das ja nicht heißen das sie es 30jahre richtig gemacht haben. hab als kleiner Junge und junger Mann auch viel Lehrgeld bezahlt aber das gehört dazu also nur nicht aufgeben

    Gruß Christian

    Christian

  • Hallo Patzer,

    dummerweise habe ich bei Wanderungen in der näheren und weiteren Umgebung meistens keinen Foto dabei bzw. fotografiere nicht alles.... (ich gelobe Besserung).

    Einen besonders interessanten Antrieb (allerdings als Luftseilbahn) konnte ich 2010 auf Madeira festhalten: hier dient ein altes Auto als Kraftquelle für die Seiltrommel.

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    Viele Grüße, Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn